Herausforderungen für das mobile Web
Das mobile Web hat mit vielen Problemen und Herausforderungen zu kämpfen, die das normale Internet schon überwunden hat. Das mobile Web und das bekannte Web sind zwei paar Schuhe, wie im folgenden sichtbar wird.
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Unterschiedliche Bildschirme und Auflösungen
Computerbenutzer sind große und breite Bildschirme gewöhnt, die Auflösungen werden immer besser und bieten oftmals schon Full HD an. Im Gegensatz bieten Handys kleine Bildschirme an. Auch wenn hier bereits die Displays größer und bunter wurden, so ist es nicht möglich Webseiten in gewohnter Darstellung auszuliefern. Handy-Displays werden in kommenden Jahren nicht größer werden, denn Benutzer wollen ihre Geräte noch in die Hosentasche stecken können.
Desweiteren werden Handys oftmals an Orten verwendet wo die Lichteinwirkungen sehr unterschiedlich sind. Bei Sonneneinstrahlung fällt es oft schwer überhaupt noch was zu erkennen. Gerade die Bildschirme der 1. PSP-Generation waren unter Sonneneinstrahlung nicht zu gebrauchen. -
Tastatur
Ein weiteres Problem bei Handys sind die Tastaturen, die oft sehr klein und nur schwer zu bedienen sind. Es gibt bereits verschiedene Lösungsansätze wie bei iPhone, Blackberry und G1 zu erkennen sind.
Das iPhone mit seinem Touchscreen und der virtuellen Tastatur sparen äußerlich Platz, jedoch nimmt die Tastatur bei Gebrauch ungefähr die Hälfte des Displays ein.
Die Blackberry Tastatur bietet klassiche Mobiltelefontasten mit Mehrbelegung an, womit das Handy äußerlich ein wenig größer ist, dafür aber das Display nicht verpserrt wird.
Das G1-Handy bietet eine vollständige ausklappbare QWERTZ-Tastatur an, was das Handy natürlich ein wenig dicker macht. Allerdings lassen sich so Texteingaben relativ zügig eingeben. Der Nachteil ist, dass man erst immer die Tastatur ausklappen muss und in den horizontalen Modus wechseln muss. Hinzu kommt, dass man mit dem G1 nur mit beiden Händen schreiben kann.
Doch bei keiner der Lösungen kann ein Benutzer so schnell tippen wie mit einer Computertastatur. Lange Domains werden so oftmals zur Geduldsprobe. -
Bedienbarkeit der Geräte
Wer mobil im Web surfen möchte, muss bei vielen Handys erst ewig nach einem Webzugang suchen, weil Benutzeroberflächen noch nicht für’s mobiles Web optiniert sind. Oftmals müssen noch Browser wie Opera auf das Handy überspielt werden, was natürlich für den normalen Anwender viel zu viel Aufwand bedeutet.
Blickt man in die Zukunft dann kommt mit dem Android Betriebssytem endlich eine einfache Benutzeroberfläche die für das mobile Web dank Chrome Browser und Mail-Client optimiert ist. -
Erschwerte Navigation
Handys haben keine Maus wo man einfach durch das Web navigieren kann, man hat oftmals nur die Mobiltelfontastatur zur Verfügung. Jedoch sind gibt es langsam die ersten mobile Geräte die hier dank einem Touchscreen und einem Trackball Abhilfe schaffen. Mit dem iPhone und dem G1 gibt es zwei Handys mit denen es richtig Spaß macht, durch das Web zu navigieren.
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Akkuleistung
Eine wirklich große Herausforderung für das mobile Web sind die Verbesserungen der Akkus. Nutzt man den mobilen Zugang via UMTS beim iPhone länger als eine Stunde, muss man meistens noch am selben Tag sein Handy wieder aufladen. Ein Wechsel vom 3G zum 2G-Netz verbessert die Akkuleistung um einige Stunden, allerdings ist man dann wieder langsam im Web unterwegs. Größere Displays und schnellerer mobiler Zugang verbrauchen enorm viel Akkuleistung. Kommt die Nutzung von GPS noch hinzu, reichen die Akkus nur wenige Stunden. Der Akku macht uns unabhängig und abhängig zugleich. Sicherlich werden Akkus immer besser und günstiger, aber es dauert sicherlich noch einige Jahre bis man ungestört im Web surfen kann ohne ständig Angst zu haben, der Akku könnte jeden Moment ausgehen. Gerade iPhone und G1-Handy haben aufgrund des großen Displays und der permanenten Verbindung zum Internet nicht gerade die beste Akkuleistung. Auf Reisen sollte man auf keinen Fall das Ladegerät vergessen.
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Netzverfügbarkeit
Noch ist UMTS nicht überall verfügbar, was natürlich das mobile Web sehr einschränkt, denn mit GPRS oder EDGE Geschwindigkeit dauert der Aufbau von Webseiten wesentlich länger. Die Computeranwender sind schnelle DSL-Anbindungen gewöhnt und warten nur ungern. Die breite Masse braucht vernünftig ausgebaute HSPA+ Netze, die mit DSL-Anschlüssen vergleichbar sind.
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klare Tarifstruktur
Ein weiteres Problem das oftmals Kunden abschreckt, sind die sehr unterschiedlich und oftmals teueren Tarife für das mobile Web. Die breite Masse zahlt für einen DSL-Flat-Vertrag oftmals ein vielfaches weniger als für eine UMTS-Flat. Es sind einfach klare Tarife erforderlich die auch die breite Masse ansprechen.
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mobile Web-Angebote
Das mobile Web steht noch in der frühen Beta Phase und bietet noch keine richtigen Killerapllikation an, aber es ist nur noch eine Frage der Zeit bis sich geniale Anwendungen durchsetzten. Der erste Schritt um das mobile web für alle zugänglich zu machen sind Handy-optimierte Webseiten. Gute Beispiele sind Facebook und Xing, die bereits für mobile Web Kunden ihre Webseiten optimiert haben.
Aber das mobile Web ist nicht nur zum surfen im Internet da, sondern es verbindet und synchronisiert Programme zwischen Handy, Computer und dem Web. Man darf sich das mobile Web nicht wie das richtige Web vorstellen. Man ist mobil in einer fremden Stadt unterwegs und möchte gerne den nächsten Supermarkt finden. Das Handy gibt einem den Weg vor und blendet gleich die Sonderangebote an. Steht man vor einem TV-Gerät was man kaufen möchte, dann scannt man den Barcode ein und erhält weitere Informationen über das Gerät und bekommt nützliche Rezensionen von Kunden die das Gerät bereits gekauft haben. Im mobilen Web wird man nicht nur Nutzer sondern kann auch Produzent werden, indem man Inhalte anderen zur Verfügung stellt. Sei es aktuelle Benzinpreise oder eben wie oben beschrieben Rezensionen zu Produkten.
Die ersten Handys sind bereits für das mobile Web optimiert. Dazu zählen iPhone und G1-Handy, die aber noch sehr teuer sind und noch nicht für die breite Masse erschwinglich sind. Aber auch das mobile Surfen mit Laptop ist noch nicht weit verbreitet, weil Hardware und Tarife noch zu teuer waren.





