Erfahrungen mit GPRS, EDGE, UMTS und HSDPA
Die Geschwindigkeiten des mobilen Internets sind gewaltig unterschiedlich. Wenn man Pech hat, surft man im mobilen Web mit Geschwindigkeiten wie vor 10 Jahren. Wenn man Glück hat, ist der mobile Internetzugang schneller als der heimische DSL-Anschluss. Die Geschwindigkeitsspanne reicht von Modemgeschwindigkeit(56 k Modem) bis zu DSL 6000.
Surfen mit GPRS
Die langsamste Geschwindigkeit was das mobile Internet zu bieten hat ist GPRS. Die Geschwindigkeit liegt bei maximal 53,6 kbit/s. Vergleichbar wäre dies mit einem 56 k-Modem aus früheren Internet Zeiten.
Die Internetseite Apple.com braucht mit einer GPRS Verbindung 2:14 Minuten um vollständig dargestellt zu werden. Nach 1:30 min sieht man bereits erste Texte und Bilder.
Sowohl das surfen mit Handy als auch mit Laptop macht mit GPRS keinen Spaß. Oftmals unterbricht die Verbindung, oder der Datenfluss ist nicht konstant. Wer einmal mit GPRS gesurft hat, weiß was Wir meinen.
Zur Information: GPRS bieten alle Mobilfunkanbieter nahezu Flächendeckend an. Funklöcher gibt es allerdings immer noch vereinzelt. Ein Handy verbraucht mit GPRS deutlich weniger Strom als mit EDGE, UMTS und HSDPA.
Surfen mit EDGE
Der GSM Turbo EDGE beschleunigt die Geschwindigkeit auf maximal 220 kbit/s im Download, somit wäre dies ein Viertel eines DSL 1000-Anschlusses. Auch die Latenz-Zeit (Ping) ist dadurch niedriger.
Die Internetseite Apple.com braucht mit einer EDGE Verbindung 45 Sekunden um vollständig zu laden. Diesen Test habe ich ebenfalls mit MacBook und Safari Browser durchgeführt.
Das Surfen mit Handy macht mit EDGE Spaß, Videos werden in geminderter Qualität dargestellt, doch immerhin werden Videos zügig geladen. Mobil Surfen mit EDGE und einem Laptop macht nur bedingt Spaß, ist aber im Vergleich zu GPRS eine deutliche Verbesserung.
Zur Information: EDGE bieten nicht alle Mobilfunkanbieter an. Lediglich T-Mobile bietet EDGE Flächendeckend im gesamten Bundesgebiet Deutschland an. Vodafone und O2-Germany bieten EDGE in Gegenden an, wo kein UMTS verfügbar ist. Dies sind meistens Dörfer und Bevölkerungsschwache Gegenden. Als einziger Anbieter bietet Eplus noch kein EDGE an!
Surfen mit UMTS
Mit UMTS beginnt das mobile Web Spaß zu machen. Zwar ist UMTS nicht bedeutend schneller als EDGE, jedoch ist die Latenz-Zeit zwischen Basis-Sation und Empfänger durch die neue Technologie deutlich geringer, somit beginnt der Aufbau von Internetseiten schneller. 384 kbit/s kann man mit UMTS maximal erreichen.
Zur Information: UMTS bieten alle Mobilfunkanbieter in Deutschland an, jedoch noch lange nicht Flächendeckend. Wo überall UMTS verfügbar ist, können Sie auf der Anbieterliste erfahren. Surfen mit Handy bedeutet schneller Aufbau von Internetseiten, jedoch verbraucht UMTS mehr Strom als EDGE.
Surfen mit HSDPA 3,6 mbit/s
Mit HSDPA beginnt das mobile Web definitiv Spaß zu machen. Der Download ist mit mit einer DSL 2000-Leitung vergleichbar. Wie Sie vielleicht Wissen, ist HSDPA lediglich eine Verbesserung von UMTS, eine schnellere Methode um Daten auszutauschen. Die Erweiterung wird im UMTS-Netz durchgeführt. Es gibt drei verschiedene HSDPA-Geschwindigkeiten. Im Gegensatz zu UMTS, handelt es sich bei HSDPA nur um ein Software Upgrade. Videos, Flash-Inhalte und große Grafiken werden rasant geladen. Selbst Downloads werden schnell geladen, allerdings kann es zu großen Speed-Schwankungen kommen. Zu Hauptzeiten sind die Kapazitäten häufig aufgebraucht, folglich sinkt auch der Speed. Hier müssen die Anbieter noch mehr Kapazitäten schaffen.
Zur Information: HSDPA bieten noch nicht alle Mobilfunkanbieter an. Keiner der Anbieter kann behaupten HSDPA Flächendeckend anzubieten, jedoch wird mehr als 80 % der Bevölkerung erreicht. Gegenwärtig bieten T-Mobile und Vodafone das beste HSDPA Netz in Deutschland an. Gefolgt von O2-Germany. Lediglich Eplus verzichtet noch auf den Datenturbo HSDPA.
Surfen mit dem Handy wird Dank HSDPA zum Vergnügen, mit dem Laptop ebenfalls.
Surfen mit HSDPA 7,2 mbit/s / 14,3 mbit/s und HSUPA
Die Endgültige Alternative zum DSL-Anschluss ist HSDPA mit bis zu 14,3 mbit/s und HSUPA mit bis zu 5 mbit/s. HSUPA ist eine Erweiterung von UMTS, die den Upload verbessert. Bilder, Videos die Sie unterwegs machen, können sehr schnell anderen Menschen zur Verfügung gestellt werden.
Downloads, Uploads und Videos sowie Webseiten werden extrem zügig geladen und dargestellt. Lediglich einige Ballungszentren können bereits mit diesem Speed surfen, doch 2009 werden noch einige Standorte mehr hinzukommen.
Surfen während der Fahrt
Während der Fahrt kann man noch nicht ohne Störungen mobil surfen. Der Handover zwischen den Zellen funktioniert bei allen Anbietern noch nicht Reibungslos, so kann der Datenfluss abbrechen. Gerade bei einem Internetstream (Webradio) merkt man Handover oft. Ist die Fahrt länger und führt durch verschiedene Ortschaften, dann werden Sie womöglich alle Geschwindigkeiten kennen lernen, bis hin zum Funkloch, an dem nichts mehr geht.
Wir sind gespannt und berichten natürlich weiterhin über Veränderungen.






Wenn da oben links neben T-Mobile jetzt 3G steht, was hab ich dann? HSDPA?
Richtig dann hast du HSDPA, weil das gesamte UMTS Netz von T-Mobile mit HSDPA aufgerüstet wurde.
ist es also sinnvoll, edge bei dem iphone auszuschalten (wenn man es nicht braucht) um strom zu sparen?
Es gibt keine Möglichkeit beim iPhone die bevorzugende Geschwindigkeit auszuwählen, was sehr schade ist.
ich surfe mit T-Mobile aber leider nur EDGE Netz :( obwohl auf der Karte angezeigt wird,dass ich hier in meinem Dorf HSDPA Empfang habe. Bin echt enttäuscht und werd wohl wechseln müssen,bei VF weiß ich wenigstens dass ich vollen HSDPA Empfang habe.