LTE (4G) kommt später

Schlechte Nachrichten für alle mobilen Surfer. Denn die 4G Mobilfunktechnologie soll sich um zwei bis drei Jahre verschieben laut Vodafone und France Telecom. Der Grund dafür sei die Wirtschaftskrise, die einen Kapitaleinsatz dieser Größenordnung nicht ermöglicht. Stattdessen sollen die Potenziale bestehender Standards (3G) weiter ausgereizt werden. LTE ermöglicht Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s was deutlich schneller als der 3G Standard ist.
“Es ist mit einer mehrjährigen Markteinführungsphase zu rechnen. Mobilfunknetze der vierten Generation werden in urbanen Räumen frühestens 2011 nutzbar sein”, sagt Dirk Wende, Pressesprecher der Deutschen Telekom AG, im Gespräch mit pressetext. Endgerätehersteller wie Nokia, Alcatel-Lucent oder Sony Ericsson müssen sich mit der Optimierung der 3G Technologie begnügen.

“Es ist verständlich, dass Hersteller von Endgeräten auf möglichst frühe Investitionen der Netzbetreiber pochen. Angesichts des Optimierungspotentials bei HSPA+ sowie der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kann auf 4G-Technologie aber noch ein paar Jahre verzichtet werden”, sagt Didier Lombard, CEO der France Telecom, in der Financial Times.

Vielleicht ist es auch besser wenn LTE erst später eingeführt wird. So können sich die Mobilfunkbetreiber voll auf den Ausbau der 3G Netze konzentrieren. Es ist sicherlich schön mit bis zu 100 Mbit/s Daten zu verschicken, doch was nützt das wenn auf dem Land nur EDGE hat. Deswegen finde ich es sinvoller, die bestehenden 3G Netze weiter – auch in der Fläche – auszubauen, da die 4G Technologie auf die UMTS-Struktur aufbaut. Vielleicht ist bis 2012 auch endlich geklärt, ob die frei werdenden analogen Sendefrequenzen für das mobile Web mit genutzt werden können.

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